Arbeitsvertrag

Zu jedem Anstellungsverhältnis in Spanien gehört ein schriftlicher Arbeitsvertrag, der deine NIE Nummer und Sozialversicherungsnummer beinhaltet sowie einmal im Monat eine sogenannte “Nomina” (Gehaltsabrechnung) die die abgeführten Sozialabgaben ausweist.

Inzwischen sind befristete Arbeitsverträge in Spanien in der Mehrheit oftmals mit sehr flexiblen Laufzeiten und kurzen Kündigungsfristen. Viele Verträge werden auf die „fin de obra“ befristet, d.h. so lange wie Arbeit da ist. Das ermöglicht Arbeitgebern manchmal von heute auf morgen ein Arbeitsverhältnis mangels Arbeit oder Auftragslage zu beenden.

Arbeitsverträge werden für gewöhnlich nicht wie du es von Deutschland aus kennst lange im Voraus ausgestellt, sondern zum ersten Arbeitstag unterschrieben. Oftmals sind das Standardverträge. Du solltest vorab nachfragen, ob du den zukünftigen Vertrag in Ruhe prüfen kannst und ihn dir ggf. auch übersetzen lassen, da die Verträge in spanischer Sprache geschlossen werden und später die Ausrede nicht gilt, dass du etwas unterschrieben hast was du (sprachlich) gar nicht verstanden hast.

Oft sind Arbeitsverträge recht kurz (im Vergleich zu Deutschland), da die meisten Branchen sog. „Convenios“ abgeschlossen haben. Das sind Vereinbarungen, die sich mit Branchentarifverträgen in Deutschland vergleichen lassen und Dinge wie Arbeitszeiten, Urlaub, Gehalt, etc. regeln.

Hast du beim Beantragen deiner Sozialversicherungsnummer deine Handynummer angegeben, erhälst du auch automatisch eine SMS als Bestätigung, dass dich dein Arbeitgeber angemeldet hat. Darauf solltest du genau achten, damit dein Arbeitgeber auch in die Sozialversicherung (Rente, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung) einzahlt.